Rückblick Januar 2008:
Eine musikalische Reise durch Zeit und Raum

Das „Konzert zum neuen Jahr“ der Sinfonietta Darmstadt hielt was es versprochen hatte: überraschende Variationen zwischen ernst und heiter und eine musikalische Reise – sowohl geografisch als auch durch die Epochen der klassischen Musik.
Die Sinfonietta Darmstadt, ein Streichorchester aus Laienmusikern, die seit Anfang 2007 gemeinsam musizieren, bescherte den Gästen ein Konzert der besonderen Art. Unter Leitung von Martin Lukas Meister, dem ersten Kapellmeister des Staatstheaters Darmstadt, begann die Reise im Jahr 1892 mit einem Stück von Edward Elgar. Eingestimmt von der musikalischen Spätromantik Englands, verschlug es das Publikum weiter in die Vergangenheit und in südlichere Gefilde: nach Italien, in die Zeit des Barock. Das Stück von Tomaso Albinoni wurde durch den Schweizer Solisten Pascal Suter auf der Blockflöte interpretiert – was bei einigen Gästen Erinnerungen an das Blockflötenspiel aus der Kindheit hervorrief, jedoch wahrhaftig nichts mit diesem gemeinsam hatte. Mit faszinierender Technik und Schnelligkeit spielte Pascal Suter sein Instrument und verlieh der Blockflöte ein völlig neues Gesicht: „Was man alles aus einer Blockflöte holen kann!“, war aus der ersten Reihe zu vernehmen.
Die Reise ging weiter gen Osten und führte nach Wien und Tschechien. Die Pizzicato-Polka der Gebrüder Strauß und ein Walzer stimmten ideal auf den eigentlichen Höhepunkt des Abends ein: ein Werk aus der frühen Romantik des eher unbekannten Komponisten Ernest Krähmer, noch einmal begleitet von Pascal Suter auf der Blockflöte. Dabei offenbarte er seine ganze Leidenschaft für dieses Instrument und begeisterte das Publikum mit seiner höchst virtuosen Interpretation des Stückes. Minutenlanger Applaus war der Dank.
Zum Schluss wagte das Orchester den großen Sprung über den Atlantik ins Amerika der 1950er Jahre. „Plink, Plank, Plunk“ von Leroy Anderson ließ so manche Interpretation offen und belustigte das Publikum. Beschwingt von den heiteren und schönen Klängen des Abends ließ es sich im Anschluss ebenso beschwingt und heiter kommunizieren.
Interessante Links:
Homepage von Martin Lukas Meister: http://www.meister-dirigent.de/index.html
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